Praxistest Tamron SP 180mm f3.5 Di LD IF Macro Testbericht

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Tamron SP 180mm f3.5 Di LD IF Test (an Nikon)
MakroobjektiveMehr Infos gibt es von vielen Herstellern, und fast alle MakroobjektiveMehr Infos haben eine sehr gute Abbildungsleistung und bilden messerscharf ab. Umso schwerer fällt dann, wenn es um den Kauf eines MakroobjektivsMehr Infos geht, die Entscheidung aus, welches es denn letztendlich werden soll. Soll ein kleines Motiv möglichst scharf vor dem Hintergrund freigestellt werden, so bieten sich insbesondere MakroobjektiveMehr Infos mit langen Brennweiten an. Lange Brennweiten bilden einen engeren Bildwinkel ab, dadurch wirkt der Hintergrund deutlich unschärfer als bei kurzbrennweitigen ObjektivenMehr Infos, wo ein viel größerer Teil des Hintergrundes mit in das Bild einbezogen wird. Zudem vereinfachen größere Brennweiten die Fotografie von kleinen Tieren, wie LibellenZur Bildergalerie oder Eidechsen enorm, da man mit dem ObjektivMehr Infos nicht so nahe an das Motiv muss und die Tiere somit nicht verschreckt. Ein Nachteil daran ist allerdings, dass man vor dem ObjektivMehr Infos etwas mehr freien Platz benötigt. Sind Gräser oder andere Dinge zwischen Motiv und ObjektivMehr Infos müssten diese zunächst entfernt werden, um freien Blick auf das Motiv zu haben.
In diesem Bericht möchte ich Euch das sehr beliebte Tamron SP 180mm f3.5 Di LD IF MacroMehr Infos etwas näher vorstellen, mit welchem viele meiner MakroaufnahmenMehr Infos dieser Seite entstanden sind.
Das 180er Tamron ist mit einem Gewicht von knapp 1kg für ein Telemakro immer noch recht leicht. Die optische Konstruktion besteht aus 11 Gruppen mit insgesamt 14 Linsen. Mit einer Naheinstellgrenze von 47 Zentimetern bietet es einen Abbildungsmaßstab von 1:1, es handelt sich also um ein echtes MakroobjektivMehr Infos. Weitere technische Details findet ihr auf der Website von TamronMehr Infos.
Kommen wir nun aber zum eigentlich Praxistest, und hier fange ich gleich mit dem größten Manko des ObjektivsMehr Infos an.


Autofokus

Der Autofokus des 180er Tamrons ist relativ langsam und zudem hat die Nikon-Ausführung des Tamrons keinen eigenen Autofokusmotor und wird über den Stangen-AF der Kamera angetrieben, welchen allerdings nur die höherwertigen Nikon-Kameras unterstützen. Der Autofokus funktioniert bei NikonMehr Infos also nicht an den meisten Einsteigerkameras wie beispielsweise der Nikon D3200Mehr Infos, D3300 und D3400Mehr Infos sowie an den etwas besseren Einsteigerkameras wie der Nikon D5200Mehr Infos, D5300Mehr Infos bis D5600. Hier ist man bei Benutzung des Tamrons leider auf den manuellen Fokus angewiesen.

Foto : Eisvogel, fotografiert mit Nikon D5500 und Tamron 150-600 f5-6,3 Dieses Bild des Schwarzkolbigen DickkopffaltersZur Bildergalerie ist mit der Nikon D7000Mehr Infos und dem 180er Tamron MakroMehr Infos enstanden. Verwendet wurde ein Stativ und es wurde manuell fokussiert.

Aber auch an höherwertigen NikonMehr Infos Kameras mit Stangen-AF arbeitet der Autofokus nur sehr langsam, ist aber zumindest relativ treffsicher. Da dieses ObjektivMehr Infos von den meisten Besitzern aber wohl hauptsächlich nur für die MakrofotografieMehr Infos verwendet wird und hier hauptsächlich manuell fokussiert wird, sollte dem Autofokus deshalb auch keine zu hohe Bedeutung zugemessen werden.


Bildqualität und Auflösung

Die Bildqualität, welche das 180er Tamron MakroMehr Infos liefert, ist sehr gut. Zwar kann das ObjektivMehr Infos nach meinen Erfahrungen nicht ganz mit dem CanonMehr Infos 180mm L USM MakroMehr Infos mithalten, dafür kostet das CanonMehr Infos aber auch fast das Doppelte. Selbst kleinste Details, wie das Facettenauge des DickkopffaltersZur Bildergalerie, werden hervorragend aufgelöst wiedergegeben.

Foto : Ausschnitt Facettenauge vom Schwarzkolbigen Dickkopffalter, fotografier mit Nikon D7000 und Tamron 180mm Makroobjektiv Deutlich ist auf diesem Bild erkennbar, welch hohe Auflösung das Tamron SP 180mm f3,5 Di LD IF MacroMehr Infos zu liefern in der Lage ist. Die Facettenaugen sind deutlich und scharf erkennbar.

Ein direkter Vergleich des CanonsMehr Infos mit dem Tamron ist mir aufgrund der verschiedenen Systeme (Canon und NikonMehr Infos) und durch die Auflösungsunterschiede der verwendeten Kameras leider nicht möglich, doch groß scheinen die Unterschiede nicht zu sein.
Auffallend an den Bilddaten, welche das Tamron liefert, ist die durchweg sehr warme Farbwiedergabe. Aufnahmen welche ich nebeneinander mit der selben Kamera und den gleichen Weißabgleichseinstellungen gemacht habe, fallen beim Tamron deutlich wärmer bis hin zu einem leichten Braunstich aus. Für Fotografen, welche ihre Bilder durchweg im RAW-Format fotografieren, dürfte dies weniger ein Problem sein, wer jedoch seine Bilder im JPG Format fotografiert, könnte jedoch bei der nachträglichen Bearbeitung an seine Grenzen bzw. der Grenzen der Bildbearbeitungssoftware stoßen.

Foto : Gelber Knollenblätterpilz, fotografiert mit D7000 und dem 180er Tamron Die Farbwiedergabe des 180er Tamron MakrosMehr Infos ist durchweg etwas wärmer als die aller meiner anderen MakroobjektiveMehr Infos. Auch auf diesem Bild erkennt man einen bräunlichen Farbstich.

Es empfiehlt sich daher, den Weißabgleich bei Verwendung des Tamrons manuell einzustellen und zunächst einige Probeaufnahmen zu machen und diese dann auf eventuelle Farbstichigkeit hin am Kameramonitor zu überprüfen. RAW-Fotografen können dies natürlich problemlos im Nachhinein beim Entwickeln der Rohdateien korrigieren und müssen sich bei der Aufnahme um den Weißabgleich keine weiteren Gedanken machen.

Foto : Geißklee-Bläuling mit Nikon D7000 und Tamron SP 180 Di LD IF Makro fotografiert Werden die Aufnahmen im Rohdatenformat fotografiert, so kann der warme Farbton - wie bei dieser Aufnahme - nachträglich problemlos im RAW-Konverter entfernt werden.

Bis auf den warmen Farbton ist die Abbildungsleistung des MakroobjektivsMehr Infos herausragend und es lassen sich wunderbare MakroaufnahmenMehr Infos mit diesem ObjektivMehr Infos bewerkstelligen.


Handling

Im Vergleich zu anderen langbrennweitigen MakroobjektivenMehr Infos ist das Tamron mit unter einem Kilogramm recht leicht, was die meisten Makrofotografen begrüßen dürften. Das geringe Gewicht ist dem Kunststoffgehäuse zu verdanken, welches sich leider nicht ganz so hochwertig anfühlt, wie die der Konkurrenten.
Etwas gewöhnungsbedürftig aber trotzdem gut durchdacht ist die Umstellung vom manuellen Fokus in den Autofokusbetrieb durch Vor- und Zurückschieben des Scharfstellringes. Ein kleines Manko ist der kurze Verstellweg beim manuellen Fokussieren, er könnte etwas größer sein, so dass noch exakter auf das Motiv fokussiert werden kann, denn durch den recht kurzen Verstellweg ist man beim Drehen des Fokusringes leider schnell über den Schärfepunkt hinaus. Um dies zu vermeiden habe ich das Tamron 180er meist in Verbindung mit einem Makro-EinstellschlittenMehr Infos verwendet, durch welchem man auch ohne das Fokusrad auf den Millimeter genau fokussieren kann.


Fazit

Das Tamron SP 180mm f3,5 Di LD IF MacroMehr Infos ist ein sehr gutes MakroobjektivMehr Infos und liefert wie fast alle seine Konkurrenten hervorragende Bildergebnisse, insbesondere was die Auflösung anbelangt. Die Farbwiedergabe ist nicht ganz neutral und leicht zum Warmen hin verschoben, was aber leicht nachträglich in der Bildentwicklung korrigiert werden kann. Ein kleines Manko ist der sehr langsame Autofokus, der beim Modell mit NikonMehr Infos Anschluss nur an den höherwertigen Nikon-Kameras mit Stangen-AF-Unterstützung funktioniert. Da der Autofokus bei MakroaufnahmenMehr Infos jedoch in der Regel nur selten verwendet wird, dürfte es die meisten Fotografen nicht stören. Insgesamt ist das 180er Tamron sehr empfehlenswert und mit einem Preis von derzeit 716,90 €Mehr Infos zudem verhältnismäßig günstig.
Wer noch etwas mehr Brennweite und noch etwas bessere Abbildungsleistungen benötigt, der sollte sich auch einmal nach dem NikonMehr Infos AF Nikkor Micro 200mm f4.0 D IF-ED umschauen. Es ist mit 1459,00 €Mehr Infos allerdings auch doppelt so teuer. Für CanonMehr Infos Fotografen empfiehlt es sich zudem, auch einmal einen Blick auf das Canon EF 180mm L USMMehr Infos zu werfen. Dieses liefert schon bei Offenblende messerscharfe Aufnahmen, auch an hochauflösenden Sensoren.





Artikel erschienen am 09.12.2016


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