Praxistest Tarnzelt Ameristep Doghouse in der Naturfotografie - Testbericht

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Ameristep Doghouse in der Naturfotografie - Praxistest
Um scheue Tiere zu fotografieren, reicht es nicht, wenn man sich ObjektiveMehr Infos mit großen Brennweiten kauft. Eine perfekte Tarnung ist ebenfalls ein Muss. Das Tanzelt Ameristep Doghouse besitze ich jetzt schon seit vielen Jahren. Es ist also langsam an der Zeit, einen kleinen Erfahrungsbericht über dieses praktische Tarnzelt zu schreiben.


Transport und Handlichkeit

Als FotografZur Bildergalerie ist man ja so einiges an Schlepperei gewohnt. Neben Stativ, Kamera, Objektivauswahl, Getränken etc. muss man bei der Fotografie von scheuen Tieren auch noch die entsprechende Tarnung mitnehmen, bei mir ist es in den meisten Fällen das Tarnzelt Doghouse von der Firma Ameristep.

Foto : Fotograf trägt Ameristep Doghouse auf dem Rücken Ich im Schildkröten-Look. Das Ameristep Doghouse ist nicht gerade eines der kleinsten Tarnzelte. Hat man es zusammengefaltet als eine Art Rucksack auf dem Rücken, so kann es schon passieren, das man, wenn man sich irgendwo durchs Gebüsch zwängt, hängenbleibt. Je nachdem wie breit oder schmal man gebaut ist, hat man dann halt ein paar Zentimeter "Überbreite"

Das Ameristep Doghouse zählt ja nicht unbedingt zu den kleinsten Tarnzelten. Es ist sogar problemlos für 2 Personen geeignet. So verwundert es nicht, dass auch die Größe im zusammengefalteten Zustand etwas größer ist, als bei anderen Tarnzelten. Der mit dem Tarnzelt bepackte Rücksack hat in etwa eine Breite von 56 Zentimetern und ragt somit bei den meisten Menschen an den Seiten schon etwas über den Körper hinaus. Auf engen Wanderwegen, muss man also schon Acht geben, dass man mit dem Tarnzelt nicht versehentlich Passanten anrempelt. Problematisch wird es, wenn man neben dem Tarnzelt noch einen anderen Rucksack dabei hat. Denn jetzt wird es schwer für das große Zelt noch irgendwo einen Platz zu finden. Denn in einen normalen Rucksack lässt sich das Ameristep Doghouse kaum verstauen. Einzige Möglichkeit ist es, den Rücksack des Tarnzeltes an seinem Fotorucksack zu befestigen. Aber auch dies wird durch die enorme Breite nicht ganz einfach.
Für größere Touren - besonders dann, wenn auch ein 1-Mann-Zelt ausreichen würde - sollte man dann eher auf ein Tarnzelt mit kleineren Abmessungen im zusammgefalteten Zustand setzen. Für kürzere Distanzen ist das Ameristep Doghouse aber problemlos geeignet.


Auf- und Abbau des Tarnzeltes

Hat man seine Fotolocation erreicht, so sollte alles so schnell wie möglich gehen, so dass man für die Motive nur eine sehr kurze Störung darstellt.

Foto : Fotograf baut Ameristep Doghouse Tarnzelt auf Das Ameristep Doghouse ist ein sogenanntes Springzelt oder auch Wurfzelt und somit in nur wenigen Sekunden einsatzbereit.

Wenn es windstill ist und es auch nicht regnet, so ist das Tarnzelt in weniger als 5 Sekunden aufgebaut und einsatzbereit. Es ist ein sogenanntes Springzelt bzw. Wurfzelt. Sobald man es aus dem Tragerucksack genommen hat, entfaltet es sich mit einem Handgriff fast vollautomatisch. Schneller geht es eigentlich nicht. Die Technik wirkt ausgreift und ist sehr praktisch. Bei windstillem Wetter steht das Tarnzelt auch ohne weitere Befestigung durch Erdhaken oder Heringe sicher auf dem Boden.
Der Abbau und das Zusammenlegen des Zeltes erfordern allerdings etwas Übung. Zuerst klappt man das Zelt zu einem großen Kreis zusammen. Dann packt man es an den Stahlringen und verdreht es zu einer Art Acht. Es legt sich dann quasi wie von selbst wieder zusammen. Zumindest wenn man den Dreh denn raus hat ;-) Am besten man schaut es sich in einem Video an, ansonsten ist aber auch eine Anleitung direkt ans Zelt angenäht.
Übrigens : Mit etwas Übung geht der Zusammenbau des Ameristep Doghouses fast genauso schnell vonstatten wie der Aufbau. Mit der Stoppuhr gestoppt habe ich 8 Sekunden gebraucht, und mich dabei noch nicht einmal sonderlich beeilt.

Foto : Fotograf befestigt Zelt mit Heringen Um das Ameristep Doghouse Tarnzelt wind- und wetterfest zu machen, benötigt man in der Regel nicht mehr als eine Minute.

Soll das Tarnzelt mehrere Tage draussen bei Wind und Wetter stehen, oder aber will man selbst bei Wind und Regen fotografieren, so sind ein paar mehr Handgriffe nötig. Damit das Zelt nicht vom Wind verweht werden kann, sollte mann es mit mindestens 4 Heringen am Erdboden verankern. Zusätzlich kann mann es an den Ecken noch mit Schnüren und weiteren Heringen befestigen. Meiner Erfahrung nach ist dies aber nur bei extremen Winggeschwindikeiten nötig, bei welchen man das Zelt wegen der Gefahr umherfliegender Äste etc. eh lieber abbauen sollte. Damit sich auf der Oberseite des Zeltes bei Regen kein Wasser ansammeln kann, sollte man die mitgelieferten Fieberglassstangen in die dafür vorgesehenen Ösen einfädeln. So erhält man eine Kuppel, von welcher der Regen problemlos abfließen kann. Ein weiterer Vorteil : Das Zelt ist etwas höher und man fühlt sich nicht so eingeengt. Dies gilt eher für groß gewachsene Menschen, und eher weniger für mich ;-)
Das Wetterfest machen ist je nach Bodenbeschaffenheit meist in sehr kurzer Zeit möglich. Wann immer das Zelt für mehrere Tage draußen stehen soll, sollte man diese Schutzmaßnahmen auch ergreifen. Um das Zelt selbst, aber auch Passanten vor umherfliegenden Zelten zu schützen ;-) !


Tarnfähigkeit

Das Ameristep Doghouse Tarnzelt ist eine für mich perfekte Tarnung. Auch wenn ich meist alleine fotografiere, so ziehe ich das Ameristep Doghouse doch einem Ein-Mann-Tarnzelt vor. Im Ameristep Doghouse habe ich genügend Bewegungsfreiheit und auch Platz für weiteres Zubehör. Nicht selten ist man mit 2 Kameras und Stativen unterwegs, um sein Motiv fast synchron mit verschiedenen Brennweiten ablichten zu können. Dafür wäre dann in einem Ein-Mann-Zelt kaum genügend Platz.

Foto : Gut getarnt im Ameristep Doghouse Wie sie sehen, sehen sie nichts. Und das obwohl ich während dieser Aufnahme direkt hinter der Fotoöffnung des Tarnzeltes hocke. In der linken oberen Ecke habe ich den Auschnitt der Foto-Öffnung in Adobe Lightroom mal extrem aufgehellt.

Bei nur einer geöffneten Foto-Lucke sind Sie mit dem Ameristep Doghouse perfekt getarnt (ausgenommen die Sonne scheint durch das Sichtfenster direkt auf Ihr Gesicht). Durch eine Spezialbeschichtung der Zeltwände im Inneren des Zeltes ist es drinnen absolut dunkel. Auch bilden sich keine nach außen hin sichtbaren Silhouetten oder Schatten auf den Zeltwänden ab. Auf dem nebenstehenden Bild sitze ich direkt mit meinem Gesicht vor der Fotolucke, und bin dennoch nicht zu sehen. Sie können sich also auch in Gegenwart von Tieren vor dem Zelt problemlos im Inneren des Zeltes bewegen, wenn von vorne nicht allzu viel Licht ins Zelt fällt. Sollte dies dennoch mal der Fall sein, so ist das Ameristep Doghouse zudem mit feinen Tarnnetzen ausgerüstet, welche zustätzlich mittels eines Klettverschlusses vor die Fotolucken geklebt werden können. Damit ist dann auch in ungünstigen Lichtsituationen eine perfekte Tarnung gegeben.

Foto : Ameristep Doghouse mit Tarnnetz Bei frontalem Licht oder in anderen kritischen Lichtsituationen lassen sich die Sichtlucken zusätzlich noch mit Tarnnetzen bekleben. Ein ObjektivMehr Infos kann man dann vorsichtig neben dem Netz vorbeiführen.

Wenn Sie allerdings zu Zweit aus dem Tarnzelt in dieselbe Richtung fotografieren möchten, wird es problematisch. Anstatt zwei aussermittiger Fotolucken besitzt das Zelt pro Aussenwand nur eine mittige kleine Fotolucke. Alternativ gibt es pro Seite eine sehr breite Fotolucke, welche dann aber soviel Licht ins Tarnzelt lässt, so dass eine 100%ige Tarnung leider nicht mehr gegeben ist. Zumindest an einer Zeltwand wären zwei kleine Lucken sinnvoll. Selbstverständlich kann man die große Fotolucke trotzdem verwenden, und die große Öffnung dementsprechend mit vorgehängten Tüchern auf das nötige Maß verkleinern. Schöner wäre es allerdings gewesen, hätte Ameristep hier gleich eine durchdachte Lösung für zwei Personen eingebaut.
Neben der perfekten optischen Tarnung welche das Doghouse auf jeden Fall bietet, sind Sie im Tarnzelt auch vor Wind und Wetter geschützt. Es macht einen sehr großen Unterschied, ob Sie in einem winddurchlässigen Tarnzelt bei - 5°C fotografieren oder in einem winddichtem. Aus diesem Grund nutze ich das Tarnzelt im Winter oft auch dann, wenn eigentlich gar keine Tarnung nötig wäre. Neben der Windundurchlässigkeit soll das Tarnzelt laut Herstellerangaben übrigens auch geruchsdicht sein, so dass scheue Wildtiere wie beispielsweise der Fuchs, keine Witterung von den Insassen aufnehmen können. Ob dies in der Praxis wirklich so ist, konnte ich bisher nicht feststellen. Probleme mit Wild, welches meine Witterung durchs Tarnzelt hindurch aufgenommen hat, habe ich bisher bei der Tarnzeltfotografie jedenfalls nicht gehabt.


Fazit

Das Ameristep Doghouse ist ein Tarnzelt der Spitzenklasse. Geruchsdichte und lichtundurchlässige Zeltwände bieten selbst in schwierigen Situationen die perfekte Tarnwirkung. Ein extrem schneller Auf- und Abbau sorgt für minimalste Störungen der Fotomotive. Im Transport ist es zwar durch seinen Durchmesser etwas unhandlich, aber durchaus für kurze bis mittlere Strecken noch handlebar. Zu einem Preis ab 149 Euro inkl. der VersandkostenMehr Infos ist das Ameristep Doghouse zudem relativ preiswert.





Artikel erschienen am 11.07.2014


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