Canon RF 800mm f5.6 L IS USM - meine Einschätzung

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Canon RF 800mm f5.6 L IS USM - meine Einschätzung
Nähe ist durch nichts zu Ersetzen. Diesen Spruch habe ich schon vor 15 Jahren während meiner Digiscoping-Kurse immer gebracht. Mit DigiscopingMehr Infos sind problemlos Brennweiten von über 5000mm erreichbar, dass hier dann aber nur unter absolut perfekten Bedingungen brauchbare Ergebnisse zu erzielen sind, musste ich immer wieder erwähnen. Je größer die Brennweite, desto größer ist selbstverständlich auch die Gefahr, Aufnahmen zu verwackeln. Auch Luftverunreinigungen (Dunst, Staub) oder Luftflimmern werden mit wachsender Entfernung zum Motiv immer mehr zu einem Problem. Dennoch ist VogelfotografieMehr Infos ohne große Brennweiten gerade in unseren Breiten kaum möglich, denn die VögelZur Bildergalerie sind in Deutschland häufig extrem scheu. VogelfotografieMehr Infos ist also immer eine Gratwanderung. So nah wie möglich, dennoch weit genug entfernt, um nicht zu stören. Ideale Brennweiten für die Fotografie von wildlebenden VögelnZur Bildergalerie beginnen bei etwa 400mm, wobei 400mm Brennweite als das absolute Minimum anzusehen und oft nur unter kontrollierten Bedingungen praktikabel ist. Ab 600mm kommen wir in Bereiche, wo die Fotografie von SingvögelnZur Bildergalerie schon deutlich effektiver wird. 800mm Brennweite sind ideal, Verwacklungunschärfen halten sich noch in Grenzen und auch Luftverunreinigungen machen sich bei 5 bis 6 Metern Entfernung zum VogelZur Bildergalerie noch nicht allzu stark bemerkbar. Bei Allem, was deutlich darüber hinausgeht, müssen die Bedingungen wieder möglichst perfekt sein.
CanonMehr Infos hat nun neben seinem RF 400mm f2.8 L IS USM und dem RF 600mm f4 L IS USM auch ein RF 800mm f5.6 L IS USM im Programm. Ob es auch für mich eine Option wäre, dazu komme ich gleich. Zunächst einmal die technischen Daten, welche ihr auch auf der Canon Website zum RF 800mm f5.6 L IS USMMehr Infos einsehen könnt. Ein Vergleich zum EF Pendant lohnt sich, denn es hat hier auffällige Veränderungen im optischen Aufbau gegeben. Deshalb an dieser Stelle auch noch einmal der Link zum EF Pendant : EF 800mm f5.6 L IS USMMehr Infos


Technische Daten des Canon RF 800mm f5.6 L IS USM

Das Canon RF 800mm f5.6 L IS USMMehr Infos hat eine feste Brennweite von 800mm bei einer OffenblendeMehr Infos von 5.6 und einer kleinsten BlendeMehr Infos von f64. Die optische Konstruktion besteht aus 26 Linsen welche in 18 Gruppen aufgeteilt sind. 9 abgerundete Blendenlamellen sollen für ein angenehmes Bokeh sorgen. Ein spezielles Filterfach ermöglicht die Verwendung von 52mm Einschubfiltern. Das ObjektivMehr Infos ist selbstverständlich mit einem Bildstabilisator ausgestattet, welcher Verwacklungen um bis zu 4,5 Blendenstufen ausgleichen kann. Die Naheinstellgrenze des Canon RF 800mm f5.6 L USM liegt bei nur 2,6 Metern (!!!!), es kann damit ein Abbildungsmaßstab von 0,34 erreicht werden. Das ObjektivMehr Infos hat eine Stativschelle in welcher sich das ObjektivMehr Infos frei drehen lässt.
Die Abmessungen des Canon RF 800mm f5.6 L USM betragen 163 x 432mm bei einem Gewicht von 3140g.


Der Autofokus des Canon RF 800mm f5.6 L IS USM

Alle aktuellen Superteleobjektive von CanonMehr Infos weisen einen schnellen und extrem treffsicheren Autofokus an den aktuellen R-Kameras auf. Glaubt man den bisherigen Berichten von Fotografen, welche das RF 800mm f5.6 bereits in Händen hielten und verwendet haben, so ist dies auch hier der Fall.

Kohlmeise auf Brombeerranke Diese MeiseZur Bildergalerie wurde mit 860mm Brennweite bei ISOMehr Infos 1600 mit der Canon EOS R5Mehr Infos fotografiert. Verwendet wurde das EF 600mm f4 L IS USM II in Verwendung mit dem 1.4x Extender. Der AF der Kamera hat hier in etwa eine ähnliche Leistung zu erbringen, wie beim neuen 800er. Die R5Mehr Infos meistert dies problemlos.

Was die Leistung des ObjektivsMehr Infos bei Aufnahmen von bewegten Motiven betrifft, so kann ich hier bisher nur spekulieren. Ich erwarte eine etwas schlechtere Leistung als beispielsweise beim RF 400mm f2,8 oder beim 600mm f4, alleine schon aufgrund der geringeren Lichtstärke. Wie sich das ObjektivMehr Infos letztenendlich wirklich verhält, bleibt abzuwarten.


Die Bildqualität des Canon RF 800mm f5.6 L IS USM

Die optische Qualität eines ObjektivsMehr Infos ist für mich immer das Hauptkriterium, was für oder wider einen Kauf spricht. Von einem ObjektivMehr Infos, welches derzeit im Handel an die 20000 EUR kostet (für mich eine astronomisch hohe Summe) , erwarte ich eine astronomisch gute Abbildungsqualität. Und hiervon muss ich erst noch überzeugt werden. Bisher liegen mir noch keine Aufnahmen vor, aus denen ich wirklich auf die Bildqualität schließen könnte.

Kohlmeise - in mehreren Crop Stufen in das Bild hineingezoomt Meine Erwartungen an ein 20000 EUR teures ObjektivMehr Infos sind extrem hoch. Als Beispiel habe ich hier einmal die Aufnahme einer KohlmeiseZur Bildergalerie herangezogen, aufgenommen mit einem über 20 Jahre alten CanonMehr Infos EF 400 f2,8 L IS USM (Version I). Diese Bildqualität sollte das 800er schon leisten können, denn die Technik hat sich seitdem deutlich weiter entwickelt.

Was ich nicht erwarte, oder besser gesagt, was ich nicht hoffe : Dass es sich bei dem RF 800mm f5.6 um eine Art RF 400mm f2,8 L IS USM mit fest integriertem 2x Extender handelt. Wer sich die Spezifikationen, welche auf der CanonMehr Infos Website einzusehen sind, einmal genauer anschaut, dem dürfte auffallen, dass die technischen Daten ziemlich genau dem entsprechen, was bei einem 400er mit 2x Konverter zu erwarten wäre.
Das RF 400mm f2,8 besteht aus 17 Linsen und 13 Gruppen. Der RF 2x Extender aus 9 Linsen in 5 Gruppen. In Kombination ergäbe dies eine optische Konstruktion von 26 Linsen in 18 Gruppen aufgeteilt. Genau so, wie dies auch die technischen Daten des 800ers hergeben. 26 Linsen in 18 Gruppen.
Zudem irritiert mich die kleinste BlendeMehr Infos von f64 doch sehr. Ein ObjektivMehr Infos mit einer kleinsten BlendeMehr Infos von f64 ist absolut außergewöhnlich, in der Praxis ergibt dies überhaupt keinen Sinn mehr. Eine derart kleine BlendeMehr Infos würde aber aus einer 32er BlendeMehr Infos (wie es das 400er als kleinste BlendeMehr Infos hat) in Verwendung mit einem 2x Telekonverter resultieren. Schauen wir uns die Naheinstellgrenze an. Die liegt beim RF 800er bei 2,6 Metern. Wow, das ist erstaunlich klein für ein 800er. Schaut man auf die Naheinstellgrenze des RF 400ers so liegt diese bei 2,5 Metern. Passt also nicht, sollte man im ersten Moment denken. Doch , auch dies passt. Denn die Naheinstellgrenze wird immer vom Motiv zur Sensorebene gemessen. Mit einem 2fach Konverter vor dem ObjektivMehr Infos wäre dieser Abstand in etwa 10 cm mehr. Es passt also perfekt. Wie sieht es beim Gewicht aus ? Auch extrem ähnlich, genau wie bei den Abmessungen. Auf das Gramm müsste es zudem auch gar nicht passen, da die optische Konstruktion eines Konverters ja einfach nur ins Gehäuse des 800ers gebaut werden müsste, und in dem Sinne das Gehäuse des Konverters inklusive Bajonett entfällt.
Ein RF 400 2,8 mit RF 2x Konverter hat zwar immer noch eine sehr gute optische Leistung, aber von einem RF 800er erwarte ich deutlich mehr. Wenn die optische Leistung auf einem gleichen Niveau wäre, hätte das RF 800 f5.6 für mich keinen Mehrwert. Mit einem RF 400mm f2.8 L IS USM + einem 2x Konverter wäre ich deutlich flexibler, und mit 400mm bei OffenblendeMehr Infos 2,8 lassen sich wunderbare Bilder verwirklichen. Zudem wäre diese Kombination um ein Vielfaches günstiger.
Letztendlich muss man abwarten, bis mehr Sample-Aufnahmen vom RF 800er verfügbar und die technischen Daten von CanonMehr Infos bestätigt worden sind. Erst dann können aussagekräftige Vergleiche zu einem 400er + 2x Konverter angestellt werden. Die Chance, dass die optische Konstruktion neu berechnet wurde, und somit ein Auflösungsgewinn zu einem 400er mit Konverter vorhanden ist, besteht ja zumindest noch.

Grünfink mit EF 600mm und 1,4 Extender fotografiert GrünfinkZur Bildergalerie mit Canon EOS R5Mehr Infos + 1,4x Extender + 600mm f4 L IS USM fotografiert. Dies entspricht einem 860mm ObjektivMehr Infos mit einer OffenblendeMehr Infos von f5.6 , also 60mm mehr als das 800er bei gleicher OffenblendeMehr Infos.

Wenn ich kleine SingvögelZur Bildergalerie fotografiere, verwende ich häufig ein 600mm ObjektivMehr Infos in Verwendung mit einem 1,4x Konverter. Ich erreiche dadurch eine Brennweite von 860mm bei einer OffenblendeMehr Infos von f5,6. Also bei gleicher OffenblendeMehr Infos habe ich 60mm mehr Brennweite als beim 800er zur Verfügung. Gegenüber dem 800er ObjektivMehr Infos bin ich also, was die Brennweite anbelangt im Vorteil. Das RF 800 hätte also nur eine Berechtigung, wenn es von der Bildqualität bei gleicher BlendeMehr Infos deutlich überlegen wäre. Dies gilt natürlich auch für den direkten Vergleich eines 800ers mit einem 400er + 2x Extender. Aufgrund der auffälligen technischen Daten des 800ers sehe ich dies bisher aber eher skeptisch. Aber gut, vielleicht werde ich ja doch noch eines Besseren belehrt und positiv überrascht. Immerhin, laut der CanonMehr Infos Website "setzt das Objektiv neue Standards bei der optischen Exzellenz". Schaut man sich die MTF Charts an, so sieht es nicht wirklich danach aus. Danach liefert das RF 400mm f2.8 + 2x TC eine ähnliche Auflösung wie das RF 800 mm f5.6, mit vielleicht einem minimalem Vorteil für das 800er. Vergleicht man die MTF Charts des RF 600 + 1,4 Konverter (ergibt 860mm f5.6) mit dem 800er, so ergibt sich ein Auflösungsvorteil für das 600er + 1,4x Konverter. Von der optischen Qualität scheint das 800er ein ObjektivMehr Infos zu sein, was mich beim derzeitigen Preis nicht annähernd reizt. Auch wenn das 800er bei einem Preis von um die 10000 EUR liegen würde, würde ich mich für ein 600er mit Konverter entscheiden, alleine schon aufgrund der größeren Flexibilität und der besseren Auflösung.


Haptik, Handling des Canon RF 800mm f5.6 L IS USM

Das Canon RF 800mm f5.6 L IS USMMehr Infos ist ein für seine Brennweite und Lichtstärke extrem leichtes ObjektivMehr Infos, welches sich trotzdem sehr wertig anfühlt. Es hat dieselben Bedienknöpfe wie das CanonMehr Infos RF 400mm f2.8 L IS USM, auch die Form ist nahezu identisch, nur Richtung Bajonettanschluss ist es etwas länger. In der praktischen Verwendung dürfte es sich in etwa so verhalten, als wenn ein RF 400mm f2.8 mit einem 2x Extender betrieben wird. Die Stativschelle ist sehr leichtgängig und läuft butterweich, so dass schnell zwischen Hoch- und Querformat gewechselt werden kann.


Fazit

Das Canon RF 800mm f5.6 L IS USMMehr Infos bietet dem Naturfotografen eine riesige Brennweite bei einem dafür sehr geringem Gewicht. Zusammen mit der geringen Nahdistanz ist dies ideal für die VogelfotografieMehr Infos - insbesondere auch dann, wenn freihand gearbeitet werden soll. Auffällig ist die optische Konstruktion des ObjektivsMehr Infos, die sehr stark von anderen Telebrennweiten abweicht und unweigerlich an ein RF 400mm in Kombination mit einem 2x Extender erinnert. Ob die optische Qualität deutlich besser als eine Kombination eines RF 400mm mit Konverter ist, wird sich erst in den nächsten Monaten herauskristallisieren. Derzeit ist das Canon RF 800mm f5.6 L IS USM zu einem Preis von 19.949.- EURMehr Infos im Handel erhältlich. Es gehört hiermit zu den teuersten ObjektivenMehr Infos für VollformatkamerasMehr Infos weltweit. Wer nur selten die vollen 800mm benötigt, sollte sich unbedingt auch das RF 400mm f2.8 L IS USM anschauen, welches mit einem Preis von 12.999 EUR deutlich günstiger ist, und sich mit einem 2x Konverter auf 800mm f5.6 erweitern lässt. Auch ein RF 600mm f4 L IS USM für 13.999 EUR ist eine gute Alternative. Mit einem 1,4x Konverter erreicht man hiermit 860mm Brennweite bei einer Lichtstärke von 5.6 - und dies bei noch sehr guter Bildqualität.

Sobald weitere Informationen zu der auffälligen optischen Konstruktion bekannt werden und falls sich mir die Möglichkeit bietet, das ObjektivMehr Infos in der Praxis zu testen, werde ich den Bericht entsprechend ergänzen. Bitte schaut also regelmäßig im News-Blog vorbei.





Artikel erschienen am 17.03.2022


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